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Aymara Kultur

Wissenswertes

Die Aymara sind ein indigenes Volk der Andenregion Südamerikas. Sie leben in Bolivien, Peru und Chile. Die Aymara-Kultur gilt als kultureller Vorläufer der Inka-Hochkultur im Andenhochland. So praktizierten die Aymara das Ayllu (System des Gemeinwesens), was die Grundlage zur späteren Begründung der sozioökonomischen Organisation der Inka-Hochkultur war. Die Aymara lebten in enger Konföderation mit ihren Herrschern, den Inka. Ähnlich wie diese legen auch die Aymara auf steilen Abhängen Bergterrassen an, haben ein ähnliches Bewässerungssystem und vor allem kennen sie das Geheimnis der Chuu, der Gefrierkartoffel. mehr Information

Pachamama

Die Naturvölker der Anden haben viele Jahrhunderte vor den Europäern bis zu 6000 m hohe Berge bestiegen, denen sie eine besondere Bedeutung zuschreiben. In einer solchen unwirtlichen Region entwickelten sich über die Jahrhunderte Bräuche und Kulte, die bis heute von den Aymara praktiziert werden. In ihrer Kosmovision (andine Philosophie) spielt das Konzept der Pachamama eine zentrale Rolle. So ist die Pachamama, die Mutter der Erde, Ursprung des Lebens und Gottheit zugleich. Das Leben in den Anden ist damals wie heute hart, ohne Maschinen, Brennholz und vielen Gebieten ohne Strom und Kommunikationsmöglichkeiten. Jedoch hält der Glaube an Pachamama die Menschen fest.

Kamisaraki

Kamisaraki ist Aymara und bedeutet "Wie geht´s?". Die Aymara-Sprache gehört zu den heute am meisten gesprochenen indigenen Sprachen Südamerikas und gilt als Besonderheit. So verfügt die Sprache des Andenvolkes über ein ungewöhnliches Zeitkonzept, welches mit keinem anderen Sprachsystem dieser Erde vergleichbar ist. Ihrer Anschauung nach liegt die Zukunft hinter und die Vergangenheit vor dem Sprecher.
internationaler Karneval in Arica Prähispanische Felszeichnungen in der Umgebung von Putre Kirche im Hochland